Was bisher geschah (das sagen sie doch auch in diesen Telenovelas)

Also, noch einmal von vorne:

  • 2 Autos
  • 23’000 km
  • 23 Länder

Klingt nach einem spannenden Abenteuer. Was aber, wenn wir dir sagen, dass es in Tat und Wahrheit dies ist:

  • 2 Schrottkisten (Fiat Panda und Fiat Doblo, je ca. 50 PS)
  • 23’000 km auf schlechten und ganz schlechten Strassen
  • 23 Länder, wovon einige uns den reinsten Bürokratie- und Korruptionswahnsinn bescheren.

Ob wir verrückt sind, fragst du. Nein – wir lieben einfach die Herausforderung. So sehen es zumindest die Optimistinnen und Optimisten unter uns.

 

Wie alles begann (Herbst 2017)

Der Ferientechniker Mätteli kommt im September 2017 aus seinen Ferien in Zentralasien zurück. Mit dabei eine Geschichte, die ihm keine Ruhe lässt:
Beim allwöchentlichen Montagsessen in Bern erzählt er von den 3 Spinnern, die er in Bischkek (Kirgistan) getroffen hat. Sie waren unterwegs in die Mongolei. Mit einem Toyota Yaris. Mätteli, der kurz zuvor seinen Nissan Pathfinder 4×4 Offroader abgegeben hat, tippt sich an die Stirn – hat er doch den Strassenzustand Zentralasiens soeben erlebt.

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So reiste Mätteli bisher.

Wir wissen nicht mehr genau, was zwischen dem erwähnten Montagsessen im September und Januar passiert ist. Jedenfalls sitzen wir kurz nach Neujahr – die Teilnahme an der Mongol Rally ist längst beschlossene Sache – zusammen und besprechen so einiges:

  • Budget für die ganze Reise
  • Vereinsgründung zwecks Vereinfachung der Finanzen
  • Gewünschte Autos
  • Projektmanagement-Methode, damit alle speditiv und zielgerichtet am Projekt arbeiten können
  • Teilnahmemöglichkeiten (Nicht alle können zweieinhalb Monate für ein durchgedrehtes Projekt entbehren – Arbeit und Studium gibt’s ja auch noch)
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Eine der ersten Sitzungen, Januar 2018

Die Euphorie (Januar – März 2018)

10 Leute sollen also das Abenteuer antreten. Voller Vorfreude machen wir uns an die ersten konkreten Vorbereitungen: Auto kaufen, potentielle Sponsoren anschreiben und die Verwandten behutsam auf das geplante Abenteuer ansprechen.

Die Autos könnten kaum dilettantischer gewählt sein:

Die Turiner haben ja eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit Zuverlässigkeit.

Dany hat zwar auch Freude am Projekt, findet aber etwas besseres möchte sich jedoch einer neuen Herausforderung stellen. Da waren’s nur noch 9.

Die Euphorie bleibt jedoch ungebremst. Nach dem Autokauf bricht das Do-It-Yourself-Fieber aus: Stromversorgung und Dachträger werden feinsäuberlich geplant – natürlich bestens dokumentiert.

Ebenso läuft es auf Social Media rund: Die täglichen Instagram-Posts, die den Rallystart Tag für Tag näher bringen, finden immer mehr Anklang.

Was nicht fehlen darf: Ein hippes Logo. Designt von einem professionellen Grafiker Mondher himself:

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Die Rückschläge (April – Juni 2018)

So gut wie das Projekt begonnen hat, so vorprogrammiert sind die kleinen und grossen Rückschläge. Den Panda müssen wir verkaufen und für entsprechenden Ersatz sorgen, der Doblo macht dank einem defekten Ausrücklager unmittelbar nach dem Fototermin mit der Lokalpresse (hallo Vorführeffekt) keinen Wank mehr.

Doblo abschleppen
Der neue Panda hilft dem Doblo

 

Einziger Lichtblick in dieser Zeit: Wir können Dank der Hilfe von unseren Sponsoren die 3’000 Franken-Marke für Bayasgalant knacken. Da unser Unterfangen einiges an Aufmerksamkeit generiert, freuen wir uns, einen Teil davon in Form einer Spende für einen gemeinnützigen Zweck weitergeben zu können.

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Spenden nehmen wir weiterhin gerne entgegen.

Der Endspurt (Juli 2018)

Trotz aller Rückschläge und der allmählich steigenden Nervosität: Wir sind kurz vor Rally-Start wieder auf Kurs. Der Doblo ist repariert, die Dachträger und die Stromversorgung sind gemäss Plan vom März bereit für ihren Einsatz und wir neun Durchgeknallten (ja, danach hat keine_r mehr kalte Füsse gekriegt) sind aufgeregter denn je. Es laufen die letzten Vorbereitungen an den Autos und für die grosse Startsause in Hettiswil diesen Samstag.

 

Mongol Rally
Mongol Rally 2018, Team Eye Of The Taiga © Raphael Moser

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