Umwege für Putin und Dengue-Berge: 18’043 km – 25’345 km

Kilometer 18’043

Auf russischer Seite müssen wir das Auto ausräumen, Furka vor dem „Biological Inspector“ retten, viele Zettel ausfüllen und lange warten, bevor wir ins Putin’sche Land gelassen werden. Dort angekommen müssen wir uns zuallererst um unser Erscheinungsbild kümmern. Auf einem Feld und im schönen Abendrot dürfen wir nun endlich unsere Schnäuze abrasieren. Nacheinander darf also jeder den Gesichtspelz abschneiden um sich dann lange im Spiegel zu betrachten und das befreiende Gefühl der Schnauzlosigkeit zu geniessen. Danach werden die Adidas-Trainer wieder aus den Gemüsekistli geholt, Mätteli montiert die Russenmütze, Fabern die Goldkette und das Bauchtäschli und so fühlen wir uns wieder komplett akklimatisiert und sind bereit für die Monsteretappen in Russland.

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Innerer Frieden dank Schnauzentfernung.

Da unser Zeitbudget langsam etwas knapp wird, und wir unbedingt Moskau sehen wollen, müssen wir die Strecke zwischen hier und Moskau in einem Stück durchfahren. Ausserdem wollen wir einen kurzen Abstecher zur kasachischen Grenze machen, in der Hoffnung, dort unsere unzähligen Dengue in Rubine oder sonstige, tauschbare Währung zu wechseln.

Das heisst, wir haben zwei Monsterettappen vor uns. Einmal von hier zur Dengueparty und einmal von dort nach Moskau. Dies sind je ungefähr 2’200 km und wir wollen versuchen, diese jeweils in einem Stück zu fahren. Jeder fährt für ungefähr 200 km einen Tank leer, Fahrerwechsel, derjenige in der Lounge muss schlafen. Soweit die Theorie.

Sobald die Sitze gefüllt sind und der Panda sich gemütlich in Gang setzt, erklingt ein ein Geräusch als würde Plastik brechen. Mondi zieht unter seinem Hintern die bereits malträtierte Brille hervor. Nur muss er diesmal zwei Mal unter den hintern greifen, da diese nun aus zwei Teilen besteht. Es wird kurzerhand der Sekundenkleber hervorgeholt und die Brille wird einer professionellen Prozedur unterzogen. Nach einigen Witzen über Mondis Brille fährt der Panda in die Abendsonne hinein.

Kilometer 18’561

Es ist vier Uhr morgens als wir an einer Gazprom-Tankstelle Halt machen. Eine gute Gelegenheit, um Znacht Zmorge Zmittag Essen einzunehmen. Die Paninis werden in den Ofen geschoben, der leider wohl noch eine halbe Stunde länger gebraucht hätte, um ofenwürdige Temperatur zu erreichen. Uns schmeckt’s trotzdem, als wir die Brötli im Panda verspeisen. Mätteli, der kurz zuvor aus seinem Lounge-Schlaf erwacht ist, brummelt etwas von „gly git’s Morgerot“. Fabern setzt sich auf den Fahrersitz und zieht nachdem er das Gesicht verzieht Mondis Brille unter seinem Hintern hervor. Die Brille hat nun folgende Schäden: Loch im rechten Glass, Bruch in der Mitte und Verbogene Bügel. Das Ganze wird on Mondi mit einem „das ghört drzue“ und einem „i fröie mi uf mi erst Arbeitstag“ kommentiert. Bis zum Morgenrot fährt Fabern noch einen ganzen Tank leer.

Kilometer 18’770

Der eintönige Fahrbetrieb wird durch einen runden Geburtstag unterbrochen: Der Panda wird zum 100. Mal auf der Rally betankt.

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Fidor, Dmitri und Djadja Wanja bei der 100. Betankung.

Kilometer 20’000

Noch eines dieser Jubiläen. Es ist 3 Uhr morgens als wir den zwanzigtausendsten Rallykilometer feiern zur Kenntnis nehmen.

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Dem Verkehr auf der E22 sind die 20’000 Rallykilometer egal.

Kilometer 20’121

Nach einem ernüchternden ersten Geldwechselversuch an der kasachischen Grenze (wir konnten lediglich 10% unserer Dengues tauschen), beschliessen wir, die Zelte aufzuschlagen. Ein bisschen Schlaf würde uns allen sicher gut tun nach den über 2’000 gefahrenen Kilometern. Etwa fünf Kilometer von der Grenze entfernt finden wir in einem sumpfigen Grasland den wohl bislang weichsten Zeltplatz. Kaum sind die Mätteli aufgeblasen schliessen sich die sechs Augen auf der Stelle.

Zwei Stunden später vernehmen wir ein vehementes Rütteln an den Zelten. Fabian rafft sich auf und ist genau so verwundert ab den zwei Grenzpolizisten vor ihrem Sowjet-Jeep wie sie ab dem Adidas-Trainer-Krieger ohne Schnauz. Zu nahe an der Grenze, geben die beiden Offiziellen uns auf russisch zu verstehen. Also Zelte wieder Abräumen. Es war ein erholsamer Schlaf.

Wir starten einen neuen Versuch mit dem Denguewechsel. Bis jetzt war es immer ein Einfaches, die Geldwechsler auszumachen: Ein Bauchtäschli verrät jeden Devisenfritz. Diesmal sehen wir aber niemanden mit dem modischen Bauchschmuck. Bis Fabern eine Erkenntnis hat: Jetzt sind wir die Bauchtäschlitrager. Also umdenken: Fäbu und Mondi laufen durch die wartenden Autos und bieten ihre Geldwechseldienste an. Etwas erstaunt ab der Denguemenge fragt jemand nach der Herkunft der schwierig loszuwerdenden Währung. Mondi antwortet „Halal-Money“. Dies wird mit einem beruhigten Nicken zur Kenntnis genommen. Stück für Stück wird der Denguestapel kleiner und die Rubinenstapel grösser. Der Muslim-Joker sticht noch einmal mehr, als ein Busfahrer zu einem für uns schlechteren Kurs wechseln will. Die Erklärung, dass wir für alle Leute den gleichen Kurs anbieten, reicht ihm offenbar nicht. Bis Mondi fragt „Are you really a muslim?“. Sofort wird unser Kurs akzeptiert. Die letzten Duenge werden wir bei einem Russen los, der Autoversicherungen verkauft. Mit einem Portemonnaie voll russischer Moneten holpert der Panda nun Richtung Moskau.

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Dmitri und Fidor in der Schnupperlehre als Gassen-Geldwechsler.

Kilometer 22’371

Kurz vor Mitternacht ist es soweit, nach über 80 Stunden Fahrt (davon ca. zehn Stunden Pausen für Tanken und Essen) kurvt der Panda durch die Strassen Moskaus. Schnellstens wird die gebuchte Unterkunft angesteuert, um den Fahrern und dem Pandino eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Besonders die italienische Kiste verdient ein besonderes Lob: Lediglich ein Radwechsel ist während der ganzen Monsteretappe nötig geworden, sonst hat er uns alles geliefert, was wir brauchen: Wärme und Geschwindigkeiten jenseits der 60 km/h-Grenze. Grazie Mille.

Nach 12 Stunden komatösem Schlaf geniessen wir ein leckeres Morgenessen in einem hippen Kaffee. Nachdem das Geschirr weggeräumt wurde meint Mätteli mit einem Blick auf die Uhr, dass nun eigentlich bereits Mittagszeit sei, worauf wir die Karte erneut verlangen und uns ein ausgiebiges Mittagessen gönnen.

Den Nachmittag verbringen wir im Hotel, liegen faul rum und raffen uns erst am Abend auf, um ins Kino zu gehen. Nach dem Film sind wir etwas weniger Schlapp und wollen uns ins Nachtleben Moskaus stürzen. Nach langem Metrofahren und im Kreis laufen kurzer Zeit stehen wir vor dem Eingang eines beliebten Clubs. Der Türsteher mustert uns kurz und meint dann, dass heute eine private Veranstaltung am laufen sei. Klar. Wir setzen uns also in ein wartendes Taxi und versuchen dem Fahrer zu erklären, dass wir in einen Club möchten, eine Party feiern und so. Der Fahrer nickt ernst und zählt einige Bordelle auf. Wir formulieren unseren Wunsch um und erklären, dass wir Tanzen möchten, vielleicht versteht er eher das Wort Diskothek? Der Mann nickt wieder und spricht von Striptease. Wieder schütteln wir die Köpfe und fragen nach Musik in einem Raum. Der Taxifahrer telefoniert kurz mit einem Berufskollegen und meint dann etwas passendes für uns gefunden zu haben. Nach kurzer Fahrt stellt er uns vor einem Lokal ab, dass wir mit einem kurzen Bier beehren, da die Bar äusserst schmuddelig wirkt und die Barkeeperinnen etwas sehr knappe Kleider tragen wir aber die einzigen Gäste sind aber schnell wieder verlassen. Wir versuchen unser Glück weiter und merken, dass wir mit dem Adidas-Look in der Hauptstadt nur vor verschlossene Türen stossen.

Tags darauf wollen wir etwas die Stadt erkunden und natürlich einige Poser-Fotos vor den Moskauer Sehenswürdigkeiten schiessen. Wir tippen dazu „Moskau“ bei Google ein, schauen uns die gefundenen Bilder an und entscheiden uns, vor diesen mit dem Panda Bilder zu machen. Sollte doch nicht allzu schwer sein. Wir kämpfen uns also durch den dichten Verkehr der Hauptstadt und verteilen fleissig Visitenkarten und winken den vielen Menschen zu, die uns den Panda fotografieren.

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Panda-Crew vor Moskau City.
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Ein ernstes, ein zufriedenes und ein skeptisches Gesicht.

Nach dem Fototermin in der Fussgängerzone vor den Hochhäusern, wollen wir natürlich ins Herz der Stadt und beim Zentrum der Macht ein Beweisfoto für unsere weite Reise machen. Wir fahren also zum Kreml und versuchen selbstbewusst dort abzubiegen, wo sonst nur die teuren Mercedes mit abgedunkelten Scheiben von Polizisten durchgewunken werden. Sofort rennt uns ein Uniformierter entgegen und fuchtelt mit seinem Leuchtschwert in eine andere Richtung und starrt uns ungläubig an. Mätteli ruft aus dem Fenster, ob wir denn hier nicht für ein kurzes Foto durchfahren können, worauf der verdutzte Polizist nur meint „Nooo! It’s Kremlin!“ Achso. Also versuchen wir es von einer anderen Seite und erspähen eine Lücke im Absperrgitter eine Möglichkeit, ein Foto mit schönem Hintergrund zu machen. Damit alles schnell geht, hat Fabern die Kamera mit den richtigen Einstellungen bereits auf dem Stativ montiert in der Hand, Mätteli fährt auf den besagten Vorplatz, Febeler rennt raus, positioniert die Kamera und Zack wird das gewünschte Foto gemacht. Fast gleichzeitig mit dem Geräusch des Auslösers, steht schon ein Mann mit schwarzer Lederjacke bei uns und jagt uns vom Platz erklärt, dass hier eigentlich nur Fussgängerzone sei und wenn, dann nur Polizeiautos hier fahren dürfen und wir doch das Fotografieren ebenfalls unterlassen mögen.

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So haben wir uns Sightseeing in Moskau vorgestellt.

Natürlich machen wir uns kurz darauf noch als Fussgänger auf den Weg zum roten Platz und machen noch einige Fotos von uns, so wie alle anderen auch.

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Der rote Platz, der gar nicht rot ist mit Mätteli und Mondis vollem Körpereinsatz.

Moskau darf natürlich nicht verlassen werden, bis die drei Nerds im Kosmonautenmuseum etwas Sojus-Luft schnuppern durften. Auf dem Museumsgelände schauen wir kurz bei Юрий vorbei und verbringen dann einige Stunden mit dem bemüht britisch-englischem Audioguide am Ohr in den Ausstellungsräumen.

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Mettels Friise an Juris Granit.
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Läck du MIR ist das spannend.

Am Abend haben wir mit einer Russin, die wir am Mongolei-Russland-Grenzposten getroffen haben zum Essen abgemacht. Wir überlassen ihr die Wahl der Lokalität, sie entscheidet sich für ein Georgisches Restaurant, wir erinnern uns an unser Käsemassaker und wir freuen uns Fabern freut sich auf den Abend.

Wir treffen im besagten Restaurant ein und eine sehr schick angezogene Svetja begrüsst die drei Adidas-Trainer – ein schönes Bild. Am Tisch sitzen ausserdem der jüngere Bruder und ein Freund der Russin, wir geniessen einen schönen, käsigen Abend mit viel Gesprächen über Russland, der Schweiz und Kraftorte im Altay-Gebirge. Plötzlich erscheint bei den drei Gopniks eine Meldung auf dem Smartphone. Der direkt vor dem Hotel auf einem Parkplatz abgestellte Panda wird anscheinend gerade abgeschleppt. Via Social Media werden wir von mehreren, uns unbekannten Personen mit Bildern und Videos des Vorgangs versorgt.

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Wir hoffen natürlich zu diesem Zeitpunkt immer noch auf Fake-News.

Leider sitzen wir zu diesem Zeitpunkt eine Stunde entfernt vom Geschehen und haben keine Möglichkeit einzugreifen. Unsere russischen Freunde telefonieren für uns zwischen Polizeistationen und Abschleppdienst herum, erhalten als Antwort, dass das Auto nirgends registriert sei und ob wir sicher seien, dass es abgeschleppt wurde. Es stellt sich heraus, dass der Abschleppdienst die Autonummern des Panda nicht gefunden hat und so das Fahrzeug nicht richtig im System hinterlegt hat. Normalerweise müssten wir nun mit den Fahrzeugpapieren und den Ausweisen bei der Polizei vorbei gehen, eine Busse bezahlen und anschliessend das Auto am Stadtrand abholen. Da wir alle Papiere im Auto haben, niemand weiss wo denn das Auto nun ist und der Panda gar nicht registriert wurde, freuen wir uns auf die morgige Schnitzeljagd.

Tags darauf machen wir uns nach einem äusserst üppigen Morgenessen auf den Weg zur ersten Station. Vom Receptionisten des Hotels haben wir eine Adresse erhalten. Aufgrund der Sprachbariere konnten wir leider nicht erruieren, weshalb der Panda überhaupt abtransportiert wurde. Wir fahren also über eine Stunde via Metro und Bus aus dem Stadtzentrum hinaus und finden an der genannten Adresse eine Garage mit vielen parkierten Autos. Leider ist der Panda nicht zu finden und wir werden zu einem neuen Standort geschickt. So geht es noch dreimal weiter, bis wir einen Mitarbeiter einer Abschleppfirma finden, der uns ein Bild unseres Pandas zeigt. Er führt uns in sein Büro, wo schnell klar wird, dass unser Auto nicht hier steht, er aber weiss wo. Also fahren wir mit ihm mit zu einem anderen, mit hohem Zaun abgesperrtem Gelände. Dort sucht die Mitarbeiterin wieder lange im Computer nach unserem Auto. Plötzlich erspäht Fabern, der Einzige mit guten Augen, den kleinen Panda ganz hinten auf dem Parkplatz.

Klar können wir zum Auto, müssen nur die Fahrzeugpapiere und Versicherungsdokumente sowie die Zollpapiere vorlegen. Wir erklären der Dame, dass diese alle im Auto sind und dass wir dies gerne kurz holen. Dies sei so leider gar nicht möglich, da müsse nun die Polizei vorbei kommen. Abwechselnd sprechen Fabern und die Mitarbeiterin des Abschleppdienstes in das Smartphone der Russin, wobei jeweils ein Übersetzungsprogramm mehr oder weniger verständliche Sätze ausspuckt. Es stellt sich heraus, dass der Polizeibeamte erst um 12 Uhr vorbei kommen wird. Wenn wir Glück haben, bereits um 10 Uhr. Also in sechs bis neun Stunden. Wir sollen aber auf jeden Fall abrufbar bleiben und nicht zu weit entfernt warten.

Das einzige Lokal in der Nähe, das geöffnet hat, ist eine Filliale der Fastfood-Kette KFC. Hier setzen wir uns also hin und stellen uns auf einige Stunden Wartezeit ein. Nach sechs Stunden rumsitzen, mehrmaligem Essen ohne Appetit und aus dem Fenster starren, schauen wir immer wieder hoffnungsvoll auf das Smartphone von Mätteli, da sich die Dame vom Abschleppdienst bei ihm melden sollte. Leider passiert immer noch nichts, Fabern schlägt vor, nochmals etwas „id Dümmi ine z frässe“, womit die drei wiederum etwas Zeit totschlagen. Um Mitternacht versuchen wir die Panda-Gefängniswärterin telefonisch zu erreichen, erhalten jedoch keine Antwort. Nach weiteren dreissig Minuten warten entschliessen sich Mätteler und Febler zum Parkplatz zu gehen, um zu schauen ob nun irgendetwas passiert.

Von Weitem ist ein Polizeiauto auf dem abgesperrten Gelände sichtbar, was uns zunächst sehr zuversichtlich stimmt. Etwas resigniert stellen wir kurz darauf jedoch fest, dass einige andere Personen vor dem EIngangstor zum Parkplatz warten und sich eine kleine Schlange gebildet hat. Der eisige Wind pfeift uns durch die viel zu dünnen Adidas-Trainer und wir beobachten schlotternd, wie bereits jemand im Büro mit dem Polizisten spricht, Formulare ausfüllt und vorallem sehr lange im Büro sitzen bleibt, währenddem die Zeit bei uns in der Kälte gefühlt ebenfalls festfriert und sich die Minuten zu kleinen Ewigkeiten ausdehnen. Nach 25 Ewigkeiten öffnet der Polizist endlich die Bürotüre und winkt die nächste Person heran. Netterweise erbarmen sich die gut eingepackten Russen in der Schlange vor uns und lassen uns vor. Der Mann der vor uns im Büro war, stellt sich als Kasache vor, der Englisch spricht und uns gerne helfen will, alle erforderlichen Formulare und Zettel auszufüllen. Der Papierkram ist dann auch sehr schnell erledigt, die Gefängniswärterin streckt Fabern ein paar Formulare zum Unterschreiben hin und der Polizist, auf den wir ja den ganzen Abend gewartet haben, schaut sich diese an und macht dabei einige Geräusche die klingen wie eine Mischung aus einem Räuspern und einem unterdrücktem Husten. Das dritte „Hrmpf“ ist für die Wärterin das Signal die Winterjacke anzuziehen, wir verstehen ebenfalls, dass es nun wohl endlich raus geht, auf den grossen Parkplatz, wo ganz hinten ein kleiner, vollbeladener Italiener auf uns wartet. Wir laufen hinter den beiden Beamten über den Platz und erreichen bald unseren verlorenen Sohn, der uns bereits ganz freudig anstrahlt. Die Gefängniswärterin zückt nun ihr Smartphone, macht einige Fotos vom Panda und fordert Fabern auf, ebenfalls auf dem Bild zu posieren. Der Polizist lacht und zückt ebenfalls sein Handy und so stehen die beiden da und knipsen den Pandino aus verschiedenen Perspektiven ab. Die Wärterin zeigt dem Kollegen unser Bild vom roten Platz, worauf der Polizist ungläubig zwischen uns hin und her schaut und etwas verwirrt den Kopf schüttelt. Nach dem Fotoshooting wird noch kurz die Auto- und Chassisnummer überprüft, worauf wir einen Stempel auf ein Formular bekommen und uns die Gefängniswärterin via Google-Translate „Now go happy travel at home“ wünscht. Etwas irritiert nehmen Fabern und Mätteler den Zettel und winken den beiden Anderen zum Abschied. Irgendwie haben wir den Moment für die Bezahlung der Busse verpasst. Laut Informationen vieler Russen sollten wir eine Rechnung zwischen 100 $ und 150 $ für das ganze Theater erwarten. Nun haben wir aber keinen Rubel bezahlt. Wir tätscheln also San Mauro kurz und düsen sofort vom Platz, bevor es sich die Beamten noch anders überlegen können.

Kilometer 23’216

Wir befinden uns wieder im bereits gut antrainierten Fahren-Essen-Schlafen-Rhythmus. Wobei der Punkt schlafen sehr wohlwollend formuliert ist. In Wirklichkeit beschränkt sich die Ruhe-Schicht auf das Einkugeln auf der durchgesessenen Rückbank des Pandas. Faberns Schlafsack liegt dort bereit, um den Schlafwilligen einzupacken, um ihm wenn möglich einige Minuten Schlaf am Stück zu ermöglichen, bevor ihn eine Bodenwelle jeweils wieder aus den wirren Träumen reisst.

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Mondi weckt Mätteli mit dieser Bodenwelle.

Einige Rotationen im Auto, wenige Minuten Pause fürs Tanken und viele Kilometer später erreichen wir am Morgen die Russisch-Lettische Grenze. Drei sehr lange und eine sehr kurze Autokolonne stehen vor den Zollhäuschen. Wir entscheiden uns für diese, in der nur zwei russische Fahrzeuge warten und schliessen uns dem Daumendrehen an. Als wir die mürrische Frau am Schalter erreichen, schaut sie sich unser Auto an und meint, dass wir ja gar nicht hier stehen dürfen. Wir sollen ganz hinten bei der langen Kolonne anstehen, worauf Fabern der Frau auf Berndeutsch erklärt, dass er viel Vertrauen in ihre Fachkompetenz habe und dass der Uniformierte dort drüben, wobei er auf einen zufälligen Beamten zeigt, uns gesagt habe, dass wir hier anstehen sollen und dass sie einen schönen Hut habe. Offenbar hat Feblers flirten Gespräch funktioniert, denn die Dame schnappt sich, wenn auch etwas widerwillig, unsere Pässe und beginnt Formulare und Zettel auszufüllen. Nach einer kurzen Gepäckkontrolle, einigen russichen Fragen zur Furka, die wir mit „Nein“ beantworten, erklingt das erlösende Stempelgeräusch aus dem Zollhäuschen und wir verlassen das grosse Land.

Die Lettischen Beamten begrüssen uns alle mit einem lauten Lachen und laufen staunend um unseren kleinen Panda herum. Direkt neben Furka hängt ein grosses Plakat mit der Warnung vor eingeschleppten Tierseuchen, und dem Hinweis, dass kein Benzin in Kanister über die Grenze transportiert werden darf. Die Beamten kontrollieren derweil zusammen mit Fabern die pandinischen Dokumente und stellen die Frage nach dem Beleg für die „weekly inspections“ des Autos. Fabern zeigt die angebastelten Lada-Stossdämpfer und die selbstgebaute Hinterachsaufhängung und erklärt, dass die bisher über dreissig Pannen im Durchschnitt prinzipiell mehr als eine Inspektion in der Woche seien. Der junge Beamte grinst, verschwindet kurz mit den Papieren um kurz darauf mit der Botschaft „bye bye, drive home now“ zurückzukommen.

Wir fahren durch den Lettischen Nachmittag und beschliessen bei einem Blick auf die Karte, bis Wilna, der Hauptstadt Litauens, durchzufahren, um dort ein Restaurant zu suchen. Bei einer Pinkelpause stoppt neben dem Panda ein junger Mann auf einer alten Vespa. Der Fahrer stellt sich als Max aus Frankreich vor, der ebenfalls die Mongol Rally gefahren ist. Auf einer alten Vespa. Und wir haben gemeint, wir seien die gestörten. Nach einem kurzen Gespräch fahren wir zu unserem Tagesziel nach Wilna und stärken uns in einem hippen Restaurant. Später treffen wir Max, der nun ebenfalls die Stadt erreicht hat, und gehen von Bar zu Bar und landen zum Schluss in einem Nachtclub, wo wir einige Stunden tanzen und uns die wirre Show eines kettenbehangenen Techno-DJs ansehen. Als wir von alldem genug haben, kehren wir zurück zum Panda.

Mondi übernimmt die erste Schicht Fahrdienst und Mätteli nimmt seine gewohnte, anatomisch herausfordernde Position auf dem Rücksitz ein und liegt kurz darauf schlafend in der Panda-Lounge. Nach einer weiteren Fahrt im Schichtbetrieb erreichen wir am Mittag Warschau, wo wir bereits ein Hostel gebucht haben. Dort legen wir uns für einige Stunden ins Bett und machen uns dann Abends auf, das Nachtleben der polnischen Hauptstadt zu erkunden. Es stellt sich heraus, dass ein Sonntagabend nicht unbedingt bekannt für die grossen Partys ist, finden jedoch einige schöne und gemütliche Bars, wo wir einen angenehmen Abend verbringen. Der Weg zurück zum Hostel legen wir mittels Metro zurück. Mondi und Fabern betrachen wie stolze Eltern, wie Mätteli strahlend mit dem Finger die passende Linie auf dem grossen Plan abfährt und nicken lächelnd, als Mätteli etwas von „Siemens Referenzdesign“ und so erzählt.

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht und einem kleinen Hostel-Zmorge fahren wir mit dem Pandino durch die Stadt um vor Stalins Sowiet-Souvenir, dem Kulturpalast, ein obligates Gruppenbild zu machen. Anschliessend setzen wir uns wieder in den kleinen Panda und fahren aus Warschau hinaus, weiter in Richtung Tschechien, wo wir Prag als Tagesettappe anpeilen.

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Moskauer Warschauer Kulturpalast.

Kilometer 24’489

Wieder spulen wir die etwas über 600 Kilometer im Schichtbetrieb ab und fahren kurz nach 21 Uhr ins Zentrum der tschechischen Hauptstadt. Wir flanieren über die beleuchteten Plätze im Stadtzentrum und bemerken zum ersten Mal seit längerer Zeit sehr viele Touristen. Wir haben uns im Vorfeld die beliebtesten Bars und Nachtclubs, die am Montag geöffnet haben herausgeschrieben. Nacheinander besuchen wie diese Lokale und finden dann einen Club, in dem wir unsere Tanzbeine bis in die Morgenstunden schwingen können. Irgendwann, als dann nur noch seltsame Gestalten (uns eingeschlossen) im Schummerlicht und der viel zu lauten Musik umher wanken, beschliessen wir den Abend abzuschliessen und uns zurück zum Panda zu begeben. Wie auf unserer Marathon-Städtetour mittlerweile üblich, machen wir uns nach einer durchgetanzten Nacht im Club auf, in ein neues Land zu fahren. Heute ist das Tagesziel irgendwo ausserhalb von München, wo wir zum letzten Mal unsere Zelte aufschlagen wollen.

Die Fahrt durch die dunklen Stunden vor dem Sonnenaufgang ist zäh und wir stärken uns bei einem dreifachen Espresso in einer Tankstelle. Früh Morgens erreichen wir die Grenze zu  Deutschland, wo wir den ersten Parkplatz ansteuern müssen, um Benzin aus einem Kanister nachzufüllen. Gerade, als wir den mongolischen Treibstoff mittels aufgeschnittener Milchflasche in den Tank kippen, hält ein Auto der deutschen Zollbehörde vor unserem Panda. Die erste Frage, der auf uns zu schreitenden Beamtin ist dann auch etwas Klischee-Deutsch „Kommt der überhaupt noch durch den TÜV?“ Etwas ungläubig betrachten die beiden Beamten den Pandino, wobei Furka immer wieder misstrauisch betrachtet wird. Wir erklären, wie weit wir es bereits geschafft haben und dass wir ja nur noch kurz nach Hause düsen werden und dies wohl die letzte Fahrt des Pändelis sein wird. Die Uniformierten verschwinden kurz mit unseren Dokumenten in ihrem Auto, kommen kurz darauf zurück, rütteln etwas an unserem Dachträger, lassen noch den einen oder anderen heiteren Spruch liegen und wünschen uns dann eine gute Weiterfahrt.

Kilometer 24’859

Kurz vor München suchen wir uns den letzten Zeltplatz unserer Reise aus. Die Wahl fällt auf einen kleinen Wald, wo wir in der Mitte ein kleines Stück Moosboden finden, gerade gross genug, um die beiden Zelte aufzustellen. Wir stellen den Panda quer dazwischen und legen uns bereits am frühen Nachmittag in die Zelte und schlafen alle über 12 Stunden durch.

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Letztes Zelten der Mongolrally.

Am nächsten Morgen räumen wir zum letzen Mal die Zelte zusammen und wollen das Auto starten. Leider gibt der Anlasser nur ein müdes Ruckeln von sich, so dass wir den Panda mitten im Wald zwischen den Bäumen anschieben müssen. Wir haben mittlerweile etwas Übung darin, weshalb uns das Starten im ersten Versuch gelingt. Wir fahren aus dem Wald hinaus und wollen den zuschaltbaren 4×4-Antrieb deaktivieren, was jedoch nicht funktioniert. Der Hebel lässt sich nicht mehr runterdrücken. Ausserdem schüttelt und vibriert beim Fahren das ganze Auto sehr stark, worauf wir auf einem Parkplatz anhalten. Wir entdecken, dass die gebastelte Hinterachsaufhängung hinten links aus der Carosserie heraus gebrochen ist. Die hintere Achse ist somit nur noch mit der vorderen Schraube der Blattfeder am Panda befestigt. Wir sagen zueinander, dass wir ja nur noch ein paar hundert Kilometer nach Hause fahren müssen und dass die Strassen ja gut sind und wir lassen das Ganze so wie es ist. Den Hebel für das Umschalten auf Vorderrad-Antrieb lässt sich mit etwas rütteln und murksen herunter drücken, womit auch das Vibrieren stoppt und der Panda wieder wie gewohnt schnurrt und uns weiter in Richtung Schweiz transportiert.

Da wir uns direkt vor München befinden, müssen wir müssen wir? natürlich noch kurz auf die Wiesn am Oktoberfest vorbei schauen. Wir stellen den Panda an einen Bahnhof ab und fahren mit der S-Bahn, streng nach Mättelis Anweisungen, direkt vor die Tore des Oktoberfests. Die Besucherinnen und Besucher dieses Anlasses nehmen die Kleiderordnung offensichtlich sehr Ernst. Weit und breit ist niemand ohne Lederhosen oder Dirndl zu sehen. Somit macht auch der Türsteher beim Festzelt die Bemerkung „Das nächste Mal dann bitte in Lederhosn“. Wir finden dann noch einen Platz in einem Zelt, das schon sehr voll ist, obwohl es erst seit weniger als einer Stunde geöffnet ist. Die Bedienung erkennt uns in den Adidas-Trainer auch als offensichtliche Touristen und spricht uns in Englisch an, wir bestellen ein Bier, stossen brav an, jedesmal wenn uns die Live-Kappelle mit „Ein Prosit“ dazu auffordert und verlassen sehr bald die fröhliche Menschenmenge wieder, um zurück zu unserem Panda zu fahren.

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Febeler und Mätteli haben dem ewig stürmenden Mondi nachgegeben und sind an die Wiesn gefahren.
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Die Mongolische Joghurt-Tankvorrichtung funktioniert immer noch einwandfrei.

Wir betanken den Pandino mit dem letzten Mongolischen Benzin und machen uns weiter auf den Weg zurück in die Schweiz. Die Grenze überqueren wir auf dem gleichen Schleichweg, wie wir die Schweiz 82 Tage zuvor auch verlassen haben und auch diesmal steht da kein Polizeiauto weit und breit.

Kurz darauf fahren wir auf der Autobahn in Richtung Bern und steuern direkt in den Zürcher Abendverkehr, als uns ein schwarzer BMW relativ zackig und nahe in unsere Spur zieht. Mättelis Hand hebt sich bereits wie antrainierten zum Lichthupenschalter, als die Worte „Polizei“ und „Bitte folgen“ auf dem Kofferraumdeckel des vor uns fahrenden Autos erscheinen. Wir fahren also hinterher, und wir stoppen auf einem Parkplatz, worauf zwei junge Beamte aussteigen und uns erklären, dass sie eine Fahrzeugkontrolle durchführen würden. Wir beantworten einige Fragen zu unserer Reise und wie weit und lange wir denn schon unterwegs seien, dann ziehen sich die beiden zurück, da sie sich das Auto etwas anschauen wollen. Einige Minuten schauen sie auf und unter das Auto, rütteln am Dachträger und geben telefonisch die Mängel an unserem Panda durch. Mätteli sucht bereits die Zugverbindungen nach Bern heraus, als der eine Polizist zum Beifahrerfenster kommt und meint, dass das Auto so nicht strassentauglich sei. Schon nur wegen der Windschutzscheibe und überhaupt. Aber es sei halt schon eine geile Sache was wir da gemacht haben und zeigt uns auf seinem Smartphone ein Bild von unserem Blog. Wenn wir versprechen, nur noch genau bis nach Hause zu fahren, würden sie uns nun ohne Bussen weiterfahren lassen. Das machen wir natürlich gerne, winken zum Abschied und fahren die letzten hundert Kilometer bis nach Hause.

Kilometer 25’345

Da sind wir nun! Nach 82 Tagen um die halbe Welt sind wir wieder da wo wir gestartet sind! In Hettiswil werden wir von der Familie mit funkelnden Zuckerstöcken, Fähnli und viel Liebe empfangen.

Wir sind völlig überfordert mit dem Alltag und verfallen in eine verfrühte Midlifecrisis sehr glücklich, wieder mit unseren Liebsten zusammen zu sein und mal wieder zu duschen.

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Strahlende Pändeler bei der Ankunft.
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Gruppenfoto mit teilresozialisierten Eye of the Taigas (missing: Fistle, während Foto am Leben retten).

Zwei Tage nach der Ankunft gibt es ein Suppenessen mit unseren treuesten Followern Eltern in Hettis, inklusive Posing auf und mit dem abegehundeten abenteuerlich aussehenden Pandababy. Das Team ist vereint, mit Ausnahme von Melinzki, die derweil leider arbeiten muss. Als wir zu „Show-Zwecken“ einmal durch Hettiswil cruisen, geht uns der Gedanke durch den Kopf, jetzt einfach abzuhauen und die ganze Rally noch einmal zu machen.

 

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17 Antworten auf “Umwege für Putin und Dengue-Berge: 18’043 km – 25’345 km”

  1. tja, so schnell gehts… aus Mongolen werden Russen – bin gespannt auf eure weiteren Verwandlungen, wünsche weiterhin gute Reise und wie Mamma Hettis sagt die Mamma Moos: gönnt euch mal etwas Warmes zum Essen!

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  2. Jössisgott – scho in Nowgorod – isch ds Pändeli am Dürestarte mit öich? Odr isches dr Chueeschäduatrieb, wo söttigi Flügel git? Dir heitnech ja scho wieder mau säuber überholt! Wünschnech e tiefe, xunde Schlaf zwüschedüre.

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  3. itz ischer no entfüehrt worde, dä tröi Pändu… hoffe für euch, das renkt sich bald wieder ein und kostet nicht Unsummen – jetzt habt ihr dann bald so öppenalles erlebt was man so erleben kann auf dieser Rally – wünsche alles Gute für den Rest! Seid seeeehr lieb zu San Mauro vor der EU-Grenze…

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  4. itz de, dir abentürliche Naturbursche, nochets… – wünschnech e hoffetlich sanfti Landig ir Zuvielisation. Gniessets no einisch dusse zpfuuuse, i hör scho ds Füürli chnischtere… u de bini mal gspannt, öbtdr dr Pändu behördlich unaghalte nach Bärn bringet. De redet dr eifach chli mongolisch mit de Chäppiträger, odr? Umkchert isch ja o gange :-). Mir si aui hennestouz uf euch, heit dr aues superduper gmacht, muess me eifach lut säge!!!

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  5. Gratulation a das Himmufahrtskommando!
    Ig weis no nid genau, wi ig jetze wo was Abentüür ds änd isch, mit dere Lääri söu umga. Es het öpe ke Tag gä, wo ig mir nid öie Routeverlouf agluegt oder mi mit em Blog köschtlech amüsiert ha!

    Ha hüt in Bieu grad wieder mau es ACAB Graffiti xseh u mues säg… nei, dass stimmt nid! Drum wet ig a dere Steu dr Polizei im augemeine und zwar grad internationau es Chränzli binde! Mi dänki doch nume zrüg, a zum Biespieu dr Campingplatz in Georgie diräkt vor em Schmiierposchte, a aui Gränzbeamte wo lieber uf em Pändeli ungeschriebe hei, aus dr Inhaut ds kontrolliere, dr Polizischt wo vom Ablick vo Febles Schueh im Motorruum es mitleidigs Lächlech nid het chöne ungerdrücke oder in Russland wos ke Parkbues gä het u zu auer letscht di bünzlige u ober korrekte Dütsche u Schwiizer wo öich nume ä gueti (aber diräkti) Heireis gwünscht hei. Aui diä hei locker chöne über gwüssi ungrimtheite hinwäg luege, da si realisiert hei, dass das Abentüür grösser isch, aus es paar Regle.

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